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GGV hat die Voslapperin des Jahres 2018 geehrt

GGV hat die Voslapperin des Jahres 2017 geehrt Hannelore Hutfilter wurde zur „Voslapperin des Jahres“ ernannt. Sie hat seit 1974 vielen Pflegekindern ein Zuhause gegeben und engagiert sich ehrenamtlich.

VOSLAPP. Das Siedlerfest in seiner bisherigen Form ist Geschichte. Daraus machen weder der Verband Wohneigentum noch die Gemeinschaft Gewerbetreibender Voslapp (GGV) ein Geheimnis. Aber so ganz möchten die Verantwortlichen die liebgewonnene Tradition dann doch nicht sterben lassen. „Wir planen ein Sommerfest“, sagte der erste Vorsitzende der GGV, Martin Harms. An einem Sonnabend soll gefeiert werden, alles weitere steht noch in den Sternen. „Aber wir hoffen, dass wir es noch einmal hinbekommen“, so Harms.

Beim Neujahrsempfang der Gemeinschaft zog er am Wochenende für 2017 eine durchaus positive Bilanz. Gekommen waren zahlreiche Gäste aus den Vereinen, im Mittelpunkt stand die Ehrung des „Voslappers des Jahres“ (siehe Info-Kasten).

In Voslapp stehen derzeit lediglich zwei Läden leer, ein neues Unternehmen hat kürzlich eröffnet. „Für die Bürger gibt es im Stadtnorden eine Rundumversorgung, ein bisschen herrscht hier noch heile Welt“, sagte Harms. Damit das auch so bleibt, möchte die GGV ihre Mitglieder weiterhin unterstützen. „Nur gemeinsam sind wir stark“, ist das Motto.

Im Mittelpunkt der Arbeit steht daher der Netzwerkgedanke. Bei verschiedenen Informationsveranstaltungen kommen die derzeit 64 Mitglieder zusammen, erfahren neues und lernen sich besser kennen. Für den Sommer ist eine gemeinsame Motorradtour geplant, im Internet soll das Netzwerk künftig für alle sichtbar und abrufbar sein. „Es geht uns darum, den Einzelhandel im Stadtnorden langfristig zu erhalten“, betonte Harms.

Eins wird bei seinen Ausführungen deutlich: Die GGV denkt mittlerweile über die eigenen Stadtteilgrenzen hinaus. „Wir würden gern den gesamten Stadtnorden einbeziehen“, so Harms, der sich eine gemeinsame Arbeit mit dem Fördervereins City-Nord in F’groden sehr gut vorstellen kann.

Das nächste große Projekt muss der GGV allerdings mit anderer Hilfe stemmen: Die Feier als Ersatz für das Siedlerfest soll auf dem Marktplatz stattfinden und selbstredend von Voslappern getragen werden. Da einer der Organisatoren erkrankt ist, musste das Team nun umdisponieren, alles wieder in Frage stellen. „Wir müssen in den nächsten zwei Monaten entscheiden, ob es klappen kann“, so Harms, der mit Wehmut auf die vergangenen Jahre zurückblickt, in denen solche Feste nie zur Disposition gestellt werden mussten.

„Es ist schade, dass der Verband Wohneigentum das Fest nicht mehr realisieren kann“, so Harms. Es gebe einfach nicht mehr genug Freiwillige, die sich einbringen möchten. Die GGV habe ähnliches erlebt: In den Anfangsjahren fanden noch Gewerbeschauen statt, später wurden die immer kleiner, bis sie irgendwann ganz eingestellt werden mussten. „Wir hoffen, dass es dem Siedlerfest nicht auch so geht und wir mit dem Verband Wohneigentum zumindest einen Ersatz auf die Beine stellen können.“

Quelle: WZ 12.02.2018